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Halbschlaf entsprang im Frühjahr 2018 dem praktischen Teil meiner Bachelorarbeit “Lateral Tracking Shot – Narrative Strategien audiovisueller Formate” an der Fachhochschule Potsdam. Die Aufgabenstellung ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Denn gewöhnlich löst der Designer ein gestalterisches Problem mittels einer bestimmten Technik oder eines Stilmittels. Gewöhnlich sind Technik und Stilmittel Wege der Kommunikation. In meiner Bachelorarbeit ist es genau andersherum. Technik und Stilmittel bilden selbst die gestalterische Fragestellung.

Lateral Tracking Shot
Der englische Begriff Tracking Shot bezeichnet eine Bewegung der Kamera, oder auf Deutsch, eine Kamerafahrt. Lateral bedeutet seitlich und kann in diesem Kontext auch als parallel be­zeichnet werden. Somit ist der Lateral Tracking Shot übersetzt, eine parallele Kamerafahrt. In den jeweiligen deutschen und englischen Bezeichnungen gibt es einen wesentlichen Un­terschied. Übersetzt man Kamerafahrt zurück ins Englische, müsste es Beispielsweise Moving Shot heißen. Tracking, also Verfolgen, gibt dem englischen Begriff über die Eigenschaft des sich Bewegens hinaus, eine weitere Ebene die es im Deutschen nicht gibt. Das Wort Tracking gibt einen Hinweis auf einen Betrachtungsgegenstand / Subjekt, welches in Beziehung zu der sich bewegenden Kamera steht.

Halbschlaf nutzt den radial Lateral Tracking Shot, bei dem sich die Kamera parallel, entlang der Tangente eines Subjektes, Beispielsweise einer Wand bewegt.

Würde sich in diesem Beispiel die Wand zu einem Torus formen, so würde sich die Kamera stets bei gleichem Abstand, ringförmig um diesen herumbewegen.

Der Film handelt von der lateralen Reise eines Halb-Schlafenden durch sich zunehmend verkrümmende, abstrakte Räume eigener Schwächen.

Die Produktionsdauer war natürlich inklusive dem Schreiben der theoretischen Arbeit auf ein Semester, auf ca. drei Monate limitiert. Um die Deadline meiner Präsentation und des Kolloquiums einhalten zu können, musste ich die Produktion zwangsläufig, drastisch beschleunigen. Ein Beispiel hierfür ist die Abwesenheit von Texturen. Jeder Raum besteht aus Graustufen und rudimentären Materialien. Diesen Umstand habe ich mir allerdings zunutze gemacht, in dem ich jedem Raum eine individuelle Lichtstimmung gegeben habe, die die Oberflächen in ihrem ganz eigenen “Thema” färbt. Passend zur jeweiligen Schwäche. In dieser Art ließen sich viele technische Schwächen, ganz pragmatisch in die Gestaltung einfügen und somit, wenn man so möchte, zu Stärken machen.

 

Halbschlaf entsprang im Frühjahr 2018 dem praktischen Teil meiner Bachelorarbeit “Lateral Tracking Shot – Narrative Strategien audiovisueller Formate” an der Fachhochschule Potsdam. Die Aufgabenstellung ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Denn gewöhnlich löst der Designer ein gestalterisches Problem mittels einer bestimmten Technik oder eines Stilmittels. Gewöhnlich sind Technik und Stilmittel Wege der Kommunikation. In meiner Bachelorarbeit ist es genau andersherum. Technik und Stilmittel bilden selbst die gestalterische Fragestellung.

Lateral Tracking Shot
Der englische Begriff Tracking Shot bezeichnet eine Bewegung der Kamera, oder auf Deutsch, eine Kamerafahrt. Lateral bedeutet seitlich und kann in diesem Kontext auch als parallel be­zeichnet werden. Somit ist der Lateral Tracking Shot übersetzt, eine parallele Kamerafahrt. In den jeweiligen deutschen und englischen Bezeichnungen gibt es einen wesentlichen Un­terschied. Übersetzt man Kamerafahrt zurück ins Englische, müsste es Beispielsweise Moving Shot heißen. Tracking, also Verfolgen, gibt dem englischen Begriff über die Eigenschaft des sich Bewegens hinaus, eine weitere Ebene die es im Deutschen nicht gibt. Das Wort Tracking gibt einen Hinweis auf einen Betrachtungsgegenstand / Subjekt, welches in Beziehung zu der sich bewegenden Kamera steht.

Halbschlaf nutzt den radial Lateral Tracking Shot, bei dem sich die Kamera parallel, entlang der Tangente eines Subjektes, Beispielsweise einer Wand bewegt. Würde sich in diesem Beispiel die Wand zu einem Torus formen, so würde sich die Kamera stets bei gleichem Abstand, ringförmig um diesen herumbewegen.

Der Film handelt von der lateralen Reise eines Halb-Schlafenden durch sich zunehmend verkrümmende, abstrakte Räume eigener Schwächen.

Die Produktionsdauer war natürlich inklusive dem Schreiben der theoretischen Arbeit auf ein Semester, auf ca. drei Monate limitiert. Um die Deadline meiner Präsentation und des Kolloquiums einhalten zu können, musste ich die Produktion zwangsläufig, drastisch beschleunigen. Ein Beispiel hierfür ist die Abwesenheit von Texturen. Jeder Raum besteht aus Graustufen und rudimentären Materialien. Diesen Umstand habe ich mir allerdings zunutze gemacht, in dem ich jedem Raum eine individuelle Lichtstimmung gegeben habe, die die Oberflächen in ihrem ganz eigenen “Thema” färbt. Passend zur jeweiligen Schwäche. In dieser Art ließen sich viele technische Schwächen, ganz pragmatisch in die Gestaltung einfügen und somit, wenn man so möchte, zu Stärken machen.

 

Credits

Written, Directed, Animated
Elia Hüneburg

Sounddesign
Lukas Robausch

Score
Martin Wolfslast

Betreuung
Prof. Klaus Dufke
Prof. Wiebke Loeper

Specs

2018

1080p/30
Aspect Ration 2,34

2.1 Stereo